Ha! Es ist wieder ein bisschen länger her, dass ich meine letzten Tipps in Sachen Bloggen zum Besten gegeben habe. Zeit, dass etwas Neues passiert! Heute habe ich ganz viele Tipps für euch. Und zwar möchte ich euch meine Quellen zeigen – all das brauche ich wenn der Tag lang ist und ich Inspiration suche, fotografieren will, die Bilder bearbeiten möchte uswusf. Schlafen die Kinder, seid ihr bereit? Los geht’s!

1) Beine und Kaffeetasse hoch, Berieselmodus an

Ich habe eine Idee zu einem Blogpost, womöglich habe ich ihn sogar schon fertig geschrieben und mir fehlen noch die Bilder. An dieser Stelle schaue ich mich gerne um: Ich gucke wie andere Fotos zu diesem oder einem ähnlichen Thema geschossen haben, welche Grafiken mir gefallen und wie mein Bildaufbau aussehen könnte. Oder ob es überhaupt ein Bild werden soll oder doch lieber eine Grafik. Jedenfalls sind das hier meine ersten Anlaufstellen:

Pinterest

48 Pinnwände, 2600 Pins – Pinterest macht mir einfach Spaß. Man findet undenkbar viel und es ist sehr einfach, neue Pins anzulegen und sie zu verwalten. Andererseits kann man leider leicht vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen, am Ende hat man viel gesehen, ist völlig reizüberflutet und weiß am Ende immer noch nicht, wie man es machen soll 🙂

Photocase

Lust auf kreative und außergewöhnliche Bilder? Photocase ist eine Bilddatenbank, die sich auf eine einzigartige Bildsprache spezialisiert hat. Ich schaue da regelmäßig vorbei, einfach um mal einen anderen Blickwinkel auf ein Thema zu bekommen.

Dribbble, Behance und Niice

Was einige von euch vielleicht noch nicht wissen: ich bin in echt Webdesignerin. Und sobald eine neue Designaufgabe anstand, habe ich diese Websites besucht um mich inspirieren zu lassen.
Auf Dribbble können Designer Screenshots ihrer Arbeit hochladen. Diese sog. Shots haben meistens eine hohe Qualität, denn die Plattform funktioniert nur über Einladung. Wer auf der Suche nach netten Grafiken ist, ist hier genau richtig.
Auf Behance stellen Kreative ihre Projekte vor – von Architektur über Fotografie bis hin zu Spielzeugdesign ist alles dabei, was das Herz visueller Menschen höher schlagen lässt.
Das Beste zum Schluss: Die 3-in-1-Suchmaschine niice liefert Ergebnisse aus tollen Quellen wie Dribbble, Behance oder Designspiration.

spannende-Bilder-schiessen

2) Gestaltungsregeln für die Bildkomposition

Regeln sind da, um gebrochen zu werden. Allerdings muss man sie erst einmal kennen um sie brechen zu können. Hier sind ein paar Richtlinien, die einem dabei helfen ein gefälliges, ausgeglichenes aber auch spannendes Bild zu gestalten.

Das Wichtigste zuerst: Auf die Knie!

Von oben herab geschossene Bilder können schön sein. Sind sie aber selten. Deswegen sollten Kinder (und Tiere!) möglichst auf Augenhöhe fotografiert werden. Gesicht und Augen sagen am meisten über den Charakter aus – ein Bild auf Augenhöhe erzeugt Intimität und wirkt dadurch gleich viel persönlicher.

Rule of thirds (Drittel-Regel)

Wenn man ein Bild in 9 gleich große Bereiche teilt (indem man das Bild in der Höhe und in der Breite jeweils drittelt), entstehen 4 Punkte. Ein Motiv sollte an einem solchen Punkt liegen oder entlang einer Linie verlaufen. Aufnahmen mit dem Hauptmotiv mittig gesetzt wirken häufig langweilig und uninteressant.

Mehr Platz in Blickrichtung lassen

Bilder von Menschen – insbesondere von Gesichtern – bekommen eine sehr hohe Aufmerksamkeit. Dabei folgt das Auge des Betrachters dem Blick einer Person. Platziert man eine Person die nach rechts schaut rechts im Bild, läuft ihr Blick ins Leere – die Person wirkt desinteressiert. Guckt die Person nach rechts und befindet sich links im Bild (so wie im obigen Beispiel), kann der Betrachter dem Blick folgen und seine Augen genau darauf ruhen lassen, wohin die Person schaut.

Führende Linien / S-Kurve

Bilder mit diagonal verlaufenden Linien und geschwungenen S-Kurven wecken Interesse – diese Elemente bringen Spannung und Bewegung ins Bild. Tipp: Linien, die von links unten nach rechts oben verlaufen, werden positiver wahrgenommen.

Wohin mit dem Horizont?

Bloß nicht mittig ins Bild setzen. So wirkt es schnell langweilig und eintönig. Befindet sich der Horizont im oberen Bilddrittel, wird der Vordergrund betont – allerdings kann das Bild dadurch schwer und erdrückend wirken. Liegt der Horizont eher weiter unten, bekommt das Bild eine Leichtigkeit, der Betrachter bekommt den Eindruck von Weite. Übrigens sollte er immer gerade sein. Achtung! Niemals den Horizont quer durch den Kopf einer abgebildeten Person verlaufen lassen.

Online Inspiration Kinderzimmer

3) Tools & Apps – Grafiken erstellen und Bilder bearbeiten

Photoshop

Ganz klar der Alleskönner unter den ganzen Bildbearbeitungstools. Ab ca. 12€/Monat ist man dabei. Ob sich das für einen lohnt, muss man selbst entscheiden. Fakt ist, man wird nie und nimmer die ganzen Funktionen brauchen. Dafür hat man alle Funktionen, die man braucht, an einer Stelle und muss nicht von einem Programm in das andere wechseln um hier die Bilder heller zu machen, dort daraus eine Collage zu gestalten und in einem dritten die Bildgröße anzupassen. Für mich lohnt sich Photoshop ganz klar – dadurch dass ich beruflich damit zu tun hatte, fiel die Einarbeitungszeit weg und ich kenne kein anderes Programm, mit dem ich mein Grafiktablett benutzen kann. Allerdings habe ich auch noch nie danach gesucht.

Photoshop Elements

Die „kleine Schwester“ von Photoshop gibt es schon für 99€ (einmalig). Die Bedienung soll durch viele Assistenten (z.B. für Effekte) recht einfach sein, die Funktionen nicht so versteckt und kompliziert wie bei Photoshop – eben sehr abgespeckt. So abgespeckt, dass angeblich Dinge wie Startobjekte, Tastaturbefehle und CMYK nicht unterstützt werden.

PicMonkey

Mein Tool der Stunde, um „mal eben fix“ Bilder zu bearbeiten. Die Filter kann man finde ich in der Pfeife rauchen, aber um Bilder zu beschneiden, auszurichten, mit Text zu versehen etc. ist es ideal. Auch Collagen lassen sich damit gut machen. Die Basisversion ist kostenlos, die Premiumversion (zusätzliche Filter, Bearbeitungsfunktionen, Schriften…) gibt es für 33$ im Jahr.

Canva

Mit canva kann man wunderbar, kostenlos und ohne Kenntnisse Grafiken erstellen. Klingt super, oder? Ist es auch. (Wobei: hier geht es weniger um die Bildbearbeitung, sondern eben um die Grafikerstellung). Die Bedienung ist sehr simpel, man kann ein vorgegebenes Format wählen (z.B. Facebook Cover, Visitenkarte…) oder ein eigenes angeben (z.B. für die eigenen Vorschaubilder in WordPress) und los gehts. Die verschiedenen Muster, Formen und Schriften zieht man auf das Dokument und schiebt sie solange hin und her bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Oder so ähnlich 🙂 Mit der Premiumversion (120$ im Jahr) kann man eigene Schriften hochladen, Vorlagen anlegen oder bereits angelegte Dateiformate ändern. Wenn man vorhat, z.B. seine Unternehmenskommunikation zu verwalten, wäre das sicher eine Option.

Polyvore – Produktcollagen für den Blog!

Social Shopping – dafür wurde Polyvore eigentlich ins Leben gerufen. Eigentlich. Doch manchmal, wenn ich es eilig habe, ist es ein tolles Tool – so fix kann ich kaum woanders Hintergründe entfernen und Produkte zurecht rücken. Schöne Collagen kann man damit zusammenstellen. Allerdings muss ich (wahrscheinlich muss das nicht jeder) meistens in einem anderen Programm weitermachen, um z.B. das Bild weiter zu bearbeiten (Grafiken einfügen, auf das Bild mit dem Grafiktablet schreiben etc.)

Instagram / ABM / Layout / PS Express / VSCO

Wahrscheinlich kennt jeder jede dieser Apps. Und sogar noch viel mehr. Diese 5 sind aber meine Lieblinge. Ach was jetzt mal ehrlich: benutzen tu ich zu 87% nur Instagram. Die anderen benutze ich zwar auch, aber äußerst selten, wenn ich z.B. Text auf dem Bild haben möchte und viel zu faul bin, um den Laptop anzuschmeißen.

Bloggen-lernen

4) Ich will noch mehr wissen! Wo kann ich noch mehr lernen?

Ich weiß, das Bild passt nicht. Aber ich finde gerade kein anderes, also müsst ihr euch anstatt „Bloggen“ das Wort „Fotografieren“ vorstellen 🙂 Es gibt sehr viele Bücher zu dem Thema und noch mehr Workshops. Sowohl online- als auch offline, auf deutsch und auf englisch – es ist alles dabei. Aber der Reihe nach:

Bücher

ABM Photo Idea Book *
Habe ich selbst und mag es sehr gerne – ein nett gemachtes Buch (auf Englisch), das mich auf sehr spielerischer Art und Weise in die Welt des Fotografierens einführt. Mit tollen Tipps von den noch tolleren Mädels vom Blog ABM.
Foto-Rezepte 1 *
Das meistverkaufte Fotobuch weltweit. Na. So viele Menschen können nicht irren. Habe ich auch, lese ich gerade (bin auf Seite 20) und konnte bisher schon einiges direkt anwenden. Kaufempfehlung. Die Tipps sind kurzgehalten und sehr verständlich geschrieben.
Fotografiere, was du fühlst *
Wie schafft man es, mit Bildern Emotionen zu transportieren? Wie kann man mit einem Bild eine Geschichte erzählen? National Geographic sammelt in diesem Buch die Erfahrungen von zehn ausgezeichneten Fotografinnen. Klingt spannend und wandert gerade in meinen Warenkorb.
Your child in pictures *
Dieses Buch ist nicht nur hübsch anzusehen – hier sind eine Menge tolle Tipps, wie man seine Kinder am besten fotografiert und auch portraitiert. Wer so etwas schon mal versucht hat, weiß dass es nicht immer von Erfolg gekrönt ist 🙂

Workshops

Blogst
Ganz klar – die Workshops schlechthin. Ich selbst durfte schon einmal dabei sein und einmal auf einem Barcamp (auf dem ich selbst sogar einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung halten durfte) und würde es jederzeit weiterempfehlen. In diesem Fall wäre der Workshop „Styling und Photographie“ der Kurs der Wahl.
Calumet
DER Shop für professionelles Foto-Equipment. Und nicht nur das: was die wenigsten wissen, ist dass der Shop auch Workshops anbietet – zufällig auch in Hamburg 🙂 Von Portrait-Fotografie über natürliche Schwangerschaftsfotografie bis hin zu Grundlagen in Photoshop ist alles dabei.

Online kann man natürlich auch eine Menge lernen. Die e-Kurse von magnoliaelectric oder von Clickliebe sind tolle Adressen dafür. Auf Englisch schaut man sich am besten die Kurse von ABM (die schon wieder!) oder Blogshop an.

Mini-Crunch-Pancakes-mit-Himbeer-Joghurt-Eis

5) Alles zu mühsam – ich will leckere Bilder und ich will sie jetzt!

Eins verrate ich euch: leider musste auch ich schon einmal tief in die Tasche greifen, weil ich ein Bild unberechtigt benutzt habe. Seitdem habe ich es nie wieder gemacht, egal ob gekauft, geschenkt, kostenlos oder was auch immer. Will ich ein Bild auf meinem Blog, und sonstigen Social Kanälen zeigen, schieße ich es einfach selbst, fertig. Wer aber selbst seine Erfahrung machen möchte, bitte! 🙂 Hier sind einige Adressen:

Für Geld:

Photocase – s.o., eine Bilderdatenbank für stimmungsvolle, kreative Bilder
istockphoto – nicht nur Bilder, sondern auch Illustrationen, Icons…
Fotolia – eine international tätig Bildagentur

Für lau:

Unsplash – viele Landschaftsbilder
Death to the stock photo – monatlich neue Bilder per Mail bekommen
Picjumbo – sogar mit Photoshop-Plugin

Soooo, das waren doch eine Menge Tipps! Ich hoffe, ich konnte einige eurer Fragen beantworten und euch ein wenig dazu motivieren, vor dem nächsten Schnappschuss einmal innezuhalten und an diese Tricks hier zu denken 🙂

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* Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links und meine ganz persönlichen Tipps. Kauft ihr dort etwas, kriege ich ein paar Cent für diese total ehrlich gemeinte Empfehlung. Die Bücher sind bei mir regelmäßig im Einsatz und ich kann sie euch wirklich ans Herz legen!