So. Man hat sich ein Design ausgesucht, eine Plattform gewählt, einen Blog aufgesetzt, den ersten Beitrag veröffentlicht, lehnt sich zurück und wartet nun sehnsüchtig darauf, dass die Welt den Blog entdeckt und dass er über Nacht zu einem der erfolgreichsten wird. Ausgeschlossen ist das nicht, auch wenn sehr unwahrscheinlich. Einen Blog zu führen bedeutet viel Arbeit und wenn man von seinem Hobby nicht überzeugt ist, fällt es wahrscheinlich schwer am Ball zu bleiben. Denn damit man überhaupt die theoretische Chance hat, dass die Welt den Blog entdeckt und dass er irgendwann erfolgreich wird, gehört einiges dazu. Wie regelmäßig zu bloggen. Warum das so ist? Ein Blog, der regelmäßig aktualisiert wird

  • hält die Leser bei Laune
  • hält auch die Suchmaschinen bei Laune
  • fordert den Blogger regelmäßig heraus, etwas Neues zu tun und zu lernen

Die Leser bei Laune halten

Die Leser möchten unterhalten werden. Wenn sie einen Blog gefunden haben, der ihnen gefällt, wollen sie womöglich noch mehr davon. Passiert auf einem Blog eine Zeit lang nichts, so ist die Chance groß, dass er nicht mehr besucht wird.

Dabei muss nicht jeden Tag etwas passieren. Wie regelmäßig regelmäßig ist, ist von Blog zu Blog zu unterschiedlich und kommt wirklich darauf an, worüber gebloggt wird, wie viel Zeit der Blogger hat und wie viel davon er in seinen Blog investieren möchte. Das kann jeden Tag, mehrmals die Woche aber auch mehrmals im Monat sein. Oder es kann einem völlig egal sein, das geht natürlich auch :)

Bloggt man regelmäßig, so schauen auch Suchmaschinen regelmäßig vorbei – der Index wird aktuell gehalten und man bekommt somit die Chance, auch in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Nicht nur regelmäßig, sondern auch regelmäßig hochwertig!

Ja, auch das noch. Denn es bringt niemandem etwas, wenn der Blog zwar regelmäßig aktualisiert wird, der Inhalt aber ab und an (sehr) zu wünschen übrig lässt. Ist jemand ein Leser geworden, erwartet er die Gleichmäßigkeit auch in der Qualität der Beiträge – wenn diese zu häufig schwankt, ist er vielleicht schneller weg als es einem lieb ist. Das Netz ist voller großartiger Blogs! Warum soll ein Leser seine Zeit damit verschwenden einen Blog zu besuchen, der nur manchmal etwas Tolles liefert? Eben.
Es gehört aber viel Arbeit dazu, auch Qualität regelmäßig zu liefern:

Hochwertige Bilder päppeln jeden Beitrag auf. Eine gute Kamera nimmt einem eine Menge Arbeit ab. Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop aber auch Online-Tools wie PicMonkey helfen einem dabei, das Beste aus seinen Bildern zu machen. Mit gemustertem Scrapbook- oder Geschenkpapier kann man seine Objekte auf einer schönen Bühne darstellen. Hier ist eure Kreativität gefragt, wie ihr eure Bilder erstrahlen lasst.

Einzigartiger Inhalt ist das A und O eines erfolgreichen Blogs. Ihr habt etwas kreiert, ein neues Rezept erstellt, ein neues Schnittmuster gemacht? Ab auf den Blog damit. Solange ihr nicht plant, ein Patent dafür anzumelden oder damit die Weltherrschaft zu erlangen, könnt ihr sogar ein Tutorial veröffentlichen – ein dankbares, wiederkehrendes Publikum ist euch damit sicher, weitere Klicks durch die Verbreitung in Social Media sehr wahrscheinlich.

Ein regelmäßig gepflegtes Gerüst lässt den Leser sich wohlfühlen. Die schönsten Bilder bringen nicht viel, wenn in der linken und rechten Spalte lauter animierte GIFs und Cliparts die Aufmerksamkeit für sich beanspruchen. Links, die nicht mehr funktionieren, können getrost entfernt werden. Technische Entwicklungen müssen zwar nicht, können aber berücksichtigt werden – eine mobile Ansicht und auch per Touch bedienbare Elemente helfen jedem Leser, der den Blog nicht von seinem Desktop-Computer aus besucht. Ein schönes Bloglayout, welches sich an der Zielgruppe orientiert sollte natürlich auch nicht fehlen.

Die Regelmäßigkeit in seinen Alltag integrieren

Und wie schafft man das alles neben Beruf, Alltag und Familie? Tja, das ist die große Preisfrage. Am einfachsten ist es, man lässt es ganz sein. Oder man vernachlässigt Beruf, Alltag und Familie :) Ansonsten gibt es einige Tipps, Tricks und Helferlein, die diese Arbeit etwas erleichtern:

  • wer regelmäßig etwas tut, tut es irgendwann schneller – hat man einmal den Dreh raus, fallen die Beiträge schon mal leichter
  • einen Editorial-Kalender installieren – wenn man z.B. nur 2 Mal im Monat Zeit hat, kann man einige Beiträge fertig machen und diese nach und nach veröffentlichen
  • Ideen immer und sofort festhalten – seitdem ich Evernote benutze habe ich nur noch sehr selten Schreibblockaden
  • Wenn der erste Satz schwer fällt, hilft es manchmal erstmal eine kleine Struktur für den Post zu schreiben. Bei diesem Post hier sah meine Struktur so aus:
    – Einleitung
    – Unterschied Regelmäßigkeit / Qualität / Einzigartigkeit / Bildqualität
    – Tipps (auch die Struktur für diesen Beitrag zeigen)
    – Organisation durch Kalender (Link zum Kalender-Plugin)
    – Ideen immer festhalten und überall dabei haben (Link Evernote)

Und wie sieht es bei euch aus? Was habt ihr für einen Anspruch an euren Posts, wie schafft ihr es, regelmäßig und konstant am Ball zu bleiben? Habt ihr noch mehr Tricks, die euch dabei helfen?