Ich liebe Essen. Und ich liebe Bloggen. Offenbar bin ich damit nicht allein: immer mehr großartige Foodblogs bereichern mit den leckersten Rezepten meinen Kochalltag, immer mehr Restaurants veröffentlichen ihre eigenen Kreationen auf ihren Blogs.
Nur: diese Rezepte findet man zu selten. Wenn überhaupt, tauchen sie weit hinten auf, unauffällig zwischen all den anderen Ergebnissen versteckt. Und das, obwohl das Auge mit isst! Selbst wenn man hungrig nach einem Rezept sucht. Deswegen sind besonders die Rezepte erfolgreich, die für Suchmaschinen optimiert sind. Mit Bild, Zubereitungszeit und Kalorienangaben sind sie die Leckerbissen der Suchergebnissen – doch wie geht das?

Aufregung pur: Ich hatte die großartige Möglichkeit, genau zu diesem Thema einen Vortrag zu halten. Sowohl auf dem Blogst- als auch auf dem WordPress-Barcamp WordCamp durfte ich Blut und Wasser schwitzen um diese Folien zu zeigen – einfach durch die Folien klicken!

Koch-Rezepte für Suchmaschinen optimieren – warum?

Die Szene gehört inzwischen zum Alltag: man sitzt hungrig vor seinem Bildschirm und sucht nach einem Rezept. Schnell, lecker, einfach, kalorienarm, für so und so viele Personen… Suchmaschinen haben das erkannt und ermöglichen inzwischen die Kennzeichnung von Rezepten. Wenn man sein Rezept also auch als solches markiert, wird es von Suchmaschinen erkannt – die Darstellung der Ergebnisse wird dementsprechend angepasst.

Zu sehen sind dann Rezepte mit Bild, Bewertung, Zubereitungszeit, Kalorienangaben… Eben mit allem, was das Herz begehrt und ein Rezept richtig appetitlich macht – sowohl für die Leser als auch für die Suchmaschinen. Hand aufs Herz: auf was für ein Rezept würdet ihr eher klicken? Auf den bebilderten, mit Sternchen versehenen Link? Oder auf einen reinen Textschnipsel?

Bisher scheinen nicht allzu viele Blogs und Restaurant-Websites ihre Rezepte optimiert zu haben. Zumindest habe ich diesen Eindruck, wenn ich nach Rezepten suche und schon nach der ersten Seite nur noch schnöde Ergebnisse erhalte.
Das ist deine Chance, mit deinen Rezepten Leser zu gewinnen!

Rezept mit Bild und Zeitangabe bei Google – wie geht das?

Die Antwort lautet Rich Snippets.
Sie ergänzen normale Suchergebnisse – und helfen so dem Benutzer, die richtige Information zu finden. Der HTML-Code einer Website wird mit diesen „reichhaltigen Schnipseln“ gekennzeichnet und von Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing besonders dargestellt.

SEO für Foodblogger mit WordPress-Plugins

Es gibt für alles ein WordPress-Plugin, das sollte in diesem Fall nicht anders sein. Hier sind ein paar Plugins, die deine Daten für die Ausgabe vorbereiten:

Recipe Card von yumprint

Der Schönling unter den Plugins: Das Layout kann unter einer Vielzahl von Vorlagen zusammengeklickt werden. Rezepte können sehr einfach verwaltet werden, auch können mehrere Rezepte in einem Blogpost eingefügt werden. Allerdings werden die Rezepte nicht nur auf dem eigenen Blog veröffentlicht, sondern auch zu Yumprint.com geschickt – soweit ich gelesen habe, ohne Quellenangabe. Das Plugin ist zwar kostenlos, aber das ist für mich ein no-go.

EasyRecipe

Ein sehr mächtiges Plugin, welches schon mit der kostenfreien Version eine Menge Möglichkeiten bietet. Die Rezepte werden im Post selbst verfasst. Für ca. 25$ bekommt man ein Jahr lang Updates, VIP-Support und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. Allerdings: nur in der Premium-Version wird das Rezeptbild auch bei Suchmaschinen angezeigt.

WP Ultimate Recipe

Der Ferrari unter den Plugins. Das ist ein echtes Verwaltungssystem für Rezepte. Das Plugin wird über ein Modul bedient, mit dem man Rezepte, Zutaten und verschiedene Küchen einstellen kann – diese können dann beliebig miteinander kombiniert werden. Außerdem gibt es unfassbar viele Einstellungsmöglichkeiten. Mit der Premiumversion für ca. 75$ im Jahr kann man die Ausgabe auf dem Blog individuell anpassen, Zutaten beliebig verlinken (interessant für Kooperationen) oder Rezepte bewerten lassen. Für professionelle Foodblogger das perfekte Plugin.

Fazit

Mit zwei Rezepten würde ich mich nicht zu den Foodbloggern zählen – nichts desto trotz möchte ich sie so leicht auffindbar wie möglich machen. Nicht dass dieses geniale Rezept für ein veganes Frühstück einfach untergeht! 🙂

Für mich waren folgende Kriterien wichtig:

  • Darstellung von Bild und Zubereitungszeit bei Google ausgeben
  • Übersetzung der Labels (z.B. „Zubereitungszeit“, „Kochzeit“ etc.) möglich
  • Design-Anpassungen leicht möglich
  • Plugin wird aktuell gehalten

Am besten gefallen hat mir Recipe Card – allerdings möchte ich meine Rezepte nur auf meinem Blog haben und nicht auch noch woanders. Deswegen habe ich mich für EasyRecipe entschieden. Leider wird das Bild bei den Suchergebnissen nicht angezeigt – in der kostenlosen Version ist dieses nur auf dem Blog selbst sichtbar. In Kombination mit der Premiumversion ist dieses Plugin das beste für (Möchtegern-)Foodblogger!

Wie sehen eure Rezepte aus? Werden sie schon optimiert oder habt ihr noch nie darüber nachgedacht?

Blogger-Freutag: Teil 16 von 18