Meine Lieben, die erste Woche ist noch nicht mal ganz rum und es ist so viel passiert, dass ich das Gefühl habe, wir sind schon seit Monaten hier 😃

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Die ersten Tage sind in Nu vergangen, denn wir hatten ordentlich zu tun: nämlich putzen. Leider war das Ferienhaus in Punkto Sauberkeit nicht ganz das, was wir uns vorgestellt haben. Dreckiges Geschirr, klebrige Möbelstücke, grüßende Haare im Badezimmer, Wollmäuse überall. (Immerhin Wollmäuse und nicht echte Mäuse wie vor einiger Zeit, man muss immer das Positive an Dingen sehen)
Dass gefühlt jede 3. Glühbirne nicht funktionierte, leuchtete ein – vielleicht eine Strategie um den ganzen Dreck nicht zu sehen. Da musste ich doch glatt an meine liebe Sarah von sarahplusdrei denken, die die Mafia hinter dänischen Ferienhausmachenschaften vermutet.

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Der erste Besuch an der Rezeption: ernüchternd. Warum wir denn nicht gleich gekommen sind, wollte die Dame wissen. Ja, sind wir – nur hatte die Rezeption geschlossen und was wäre die Alternative? Vor der Haustür campen? Und die Reinigungskräfte würden ja nicht die Zeit haben jedes Geschirr umzudrehen und zu kontrollieren. Neinnein, für 145 Okken Endreinigung kann man das auch nicht erwarten, da muss man mit Essensresten der Vormieter im Backofen rechnen. Und wortwörtlich: die Glühbirnen seien ja wohl eine Kleinigkeit, die kann man ja einfach austauschen. Ja, danke! Gerne schrauben wir die Lampenschirme ab, um zu gucken welche Birnen wir denn brauchen und kaufen sie selber ein. Wir packen liebend gerne Kind und Hund ein und machen uns auf den Weg zum Supermarkt, damit 3/4 von uns draußen vor der Tür wartet und der Rest die Birnen zusammensucht. Dänemarkurlaub wir kommen!

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Falls ihr euch fragt, ob wir denn kein gutes Haar an dem Haus lassen: doch, das WLAN ist Bombe 😃
Und überhaupt ist das Wetter meistens zauberhaft, also sind wir viel draußen und unterwegs. Diesmal haben wir unsere Fahrräder dabei und aus dem Kinderwagen wird im Handumdrehen ein Fahrradanhänger – ein paar perfekte Tage in der Natur und am Strand haben wir also auch schon hinter uns.

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Rituale sind wichtig. Dieses essenzielle Elternwissen wenden wir gewissenhaft an und stoßen jeden Abend aufs schöne Leben an. Bis auf gestern Abend. Da haben wir lieber andere Dinge gelernt, z.B. dass man aus dem Ausland nicht die 112 wählen kann. Also kann man schon, aber dann wählt man die dänische 112 und das wollten wir nicht. Zumindest konnte uns der dänische Notruf nicht dabei helfen, unseren in Hamburg verschwundenen 88-jährigen Onkel zu finden.

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Normalerweise telefoniert irgendein Familienmitglied jeden Tag mit ihm. Nur gestern nicht. Abends konnte ihn keiner erreichen und er hat niemanden von uns zurückgerufen. Alarm! Wir überlegten schon, wie wir unsere nasse Wäsche am besten zurück transportieren, denn uns war klar: wir müssen zurück nach Hause. Dem Onkel kann ja nur was Schlimmes passiert sein. Bestenfalls Oberschenkelhalsbruch. Vielleicht ist er aber mit dem Kopf voran hingefallen. Oder doch entführt? Er hat doch letztens von den zwielichtigen Typen vor seiner Haustür erzählt.

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Eine Cousine ist los, um nach dem Rechten zu schauen. Stand vor seiner Tür, das Herz in der Hand. Oder vielleicht sogar schon in der Hose. In der Wohnung war der Onkel nicht. 22:30h. In der Zwischenzeit haben wir von hier aus schon alle Krankenhäuser, Notdienste und Feuerwehr-Leitstellen abtelefoniert. Kein Onkel weit und breit. Konnte er auch nicht sein, denn der stand schon putzmunter und schick gekleidet vor seiner Haustür – nachdem er mit ein paar Freunden lecker essen gewesen ist.

So, unser Ritual hätten wir dann auf heute Abend verschoben – hoch die sauberen Gläser!