Wer mich auf Instagram begleitet, hat es bestimmt schon das eine oder andere Mal mitbekommen, wie ich über das Schlafverhalten unseres Lütten jammere. Eine kurze Nacht hier, eine Übernachtung auf dem Fußboden dort, die Stolperfallen im dunklen Kinderzimmer – irgendetwas ist immer. Aber ich gestehe: ich jammere auf ganz schön hohem Niveau. Denn in der Regel schläft der Kleine gut und gerne 12 Stunden durch. Spontan würde ich sagen zu 89,3% klappt es ganz gut, wenn nicht sogar noch mehr.

Klar gibt es mal eine Phase die den Schnitt nach unten reißt. Gerade ruckeln wir uns durch die Phase „Mama, ich bin überhaupt nicht müde und brauche den Mittagsschlaf eigentlich nicht mehr“ zurecht. Ihr wisst sicher was es bedeutet: davon hängt es häufig ab, wie der Rest des Tages (und vor allem des Abends!) verläuft: schläft der Kleine nicht, habe ich spätestens ab 16h ein sehr quengeliges Problem. Schläft er zum Mittag doch, habe ich bis 21h ein sehr waches Problem. 😃

Wenn man von solchen Phasen absieht, haben wir wirklich keinen Grund zu klagen. Und ja, ich denke schon, dass die gute Quote auch mit unserem Zubettgeh-Ritual zusammenhängt. Ich bin der Meinung, dass Rituale und Routinen den Kindern Halt und Orientierung geben und dass die Kleinen sich dadurch geborgen und sicher fühlen. Das ist der Grund, warum wir versuchen, sich wiederholende Abläufe in unseren Alltag zu integrieren. Schließlich profitieren nicht nur die Kleinen davon – gemeinsame Rituale schweißen die Familie näher zusammen und vereinfachen Abläufe, die nicht jedes Mal aufs Neue diskutiert werden müssen.

Unser Abendritual - damit die Nacht nicht zum Tag wird. So klappt es bei uns mit dem Schlafen

So viel zur Theorie und unseren Bewegungsgründen. Ganz konkret aber sieht es hier abends so aus:

Unser Abendritual – damit die Nacht nicht zum Tag wird

Der gemütliche Teil des Tages fängt bei uns am frühen Abend an. Wenn meine Frau von der Arbeit nach Hause kommt, kommen wir alle langsam runter – während der Bube noch ein bisschen spielen darf, bereite ich langsam das Abendessen vor. In der Regel sitzen wir spätestens um 19h am Tisch. Beim Essen erzählen wir einander von unserem Tag und was wir alles erlebt haben. Vor allem aber reden wir darüber, was danach kommt: dass wir langsam anfangen uns fertig zu machen und ins Bett zu gehen. Damit läuten wir die Entspannungszeit ein und der Lütte weiß, was gleich auf ihn zukommt.

Ob wir baden, duschen oder nur eine schnelle Katzenwäsche machen, hängt davon ab wie lange wir für das Abendessen brauchen, was wir tagsüber unternommen haben und wie müde das Minikilopaket wirkt. Nach dem Zähneputzen geht es dann Richtung Schlafzimmer.

Als Erstes ziehen wir ihm seinen Schlafanzug an. Je nach Wetter entscheiden wir ganz spontan, ob wir ihm einen Schlafsack anziehen oder ob doch Kissen und Decke zum Einsatz kommen. Der Lütte bewegt sich nachts recht viel und deckt sich dadurch häufig ab, weswegen die Decke meistens zum Mittagsschlaf benutzt wird (wenn es denn dazu kommt). Oder es ist so warm, dass es nicht weiter schlimm ist.

Als nächstes verabschieden wir uns nacheinander von ihm, bedanken uns für den tollen Tag und wünschen uns, dass der morgige mindestens genauso toll wird. Wenn er im Bett liegt lesen wir noch eine Gute Nacht Geschichte vor. Momentan ganz beliebt ist das Buch Gute Nacht, Gorilla. Das gefällt uns allen nicht nur wegen der schönen Illustrationen so gut, sondern auch, weil kaum Text vorhanden ist. Dadurch können wir, je nachdem wer von uns ihn ins Bett bringt, die Geschichte auf Deutsch oder Portugiesisch erzählen. Dafür reicht auch das Licht eines Nachtlichtes.

Wenn alles nach Plan läuft und er dann selig schläft, bilden wir mit Emmy eine Polonaise und feiern unseren entspannten Teil des Tages 😃

Zwei Tipps möchte ich euch noch mitgeben, die uns das abendliche Leben erleichtern. Ich habe vor einiger Zeit neue Betteinlagen gekauft und sie sind jeden Cent wert. Wenn ausnahmsweise mal etwas daneben geht, bleibt die Matratze trocken. Vor allem für das Reisebett, wenn man nicht die Möglichkeiten wie zu Hause hat, sind sie eine lohnende Investition. Dann wäre da noch das Bett. Wir haben ein Kinderbett mit einer kleinen Leiter und der Bube ist mächtig stolz, selbst darauf zu steigen und ins Bett zu gehen. Beim Online-Shop tausendkind gibt es jetzt auch jede Menge Kinderbetten und sogar Kinderzimmer-Komplettsets. Ganz toll finde ich das Kinderbett mit einem Regal am Kopfende – da können die Kleinen nach der Gute Nacht Geschichte das Buch selbst wegstellen und in einen tiefen, erholsamen Schlaf fallen 😉

Wie geht der Tag bei euch zu Ende? Gibt es bestimmte Rituale, die den Abend beginnen lassen oder fängt die Nacht bei euch immer anders an? Ich freue mich von euch zu hören!