Wann bekommt der Kleine endlich ein Geschwisterchen?

Die Frage höre ich gefühlt mehrmals die Woche. Und was soll ich darauf bloß antworten?
Was haben wir häufig von einem noch bunteren Familienfrühstück geträumt. Davon, wie mehrere Kinderstühle um den Tisch stehen. Davon, wie wir Eltern zwischen den Kindern sitzen damit sie sich nicht streiten. Von lautem Kindergelächter und noch lauter umkippenden Bechern.

Wenn es nach uns ginge, hätte der Kleine schon längst ein Geschwisterchen. Oder sogar zwei – bei einer ICSI, das Fortpflanzungsmittel unserer Wahl, werden nämlich zwei befruchtete Eizellen zurückgesetzt.

Und schon sind wir beim Thema: bei uns Regenbogenfamilien ist die Familienplanung nichts, was nebenbei läuft. Welcher Spender ist der richtige? Bekommt man ärztliche Unterstützung? Wie sieht die rechtliche Lage aus? In der Regel bedeutet der Kinderwunsch, dass wir uns von vorne herein mit sehr, sehr vielen Fragen auseinander setzen müssen.

Ganz egal, ob es am Ende dann auf eine Heiminsemination, eine IVF- oder ICSI-Behandlung hinausläuft: Die vorausgehende Planung gibt uns die Möglichkeit, uns sehr gut auf den Kinderwunsch vorzubereiten und den Körper mit den Nährstoffen zu versorgen, die er (und das Baby) bei einer Schwangerschaft brauchen.

Folsäure bei Kinderwunsch – warum?

Die wichtige Rolle, die Folsäure im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Schwangerschaft spielt, ist unumstritten. Folsäure ist an Zellbildung, -teilung und Stoffwechsel beteiligt – es leuchtet also ein, warum insbesondere Schwangere einen erhöhten Bedarf an Folsäure haben.
Um einen optimalen Folsäurespiegel aufbauen zu können braucht der Körper eine gewisse Zeit – selbst bei regelmäßiger Einnahme. Das ist der Grund, aus dem im Allgemeinen dazu geraten wird, schon bei auftretendem Kinderwunsch Folsäure zu sich zu nehmen. So kann man in der Frühschwangerschaft davon ausgehen, damit ausreichend versorgt zu sein.

Folsäure ist übrigens nichts weiter als die industriell hergestellte Variante von Folat: ein B-Vitamin, welches nicht selbst von unserem Körper hergestellt werden kann. Es gibt durchaus Lebensmittel, die einen hohen Folatgehalt haben: Rinderleber, Kichererbsen und Grünkohl sind einige Beispiele. Es ist also theoretisch möglich, die empfohlene Tagesdosis in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. In der Praxis aber sind Folate sehr hitze-, licht- und luftempfindlich und können insbesondere durch die Zubereitung verloren gehen. Es ist dementsprechend schwierig, den täglichen Bedarf nur über die Ernährung zu decken.
Aus diesem Grund greift man zur industriell hergestellten Folsäure, die man rezeptfrei bekommt. Vor dem Kauf rate ich zu einem Besuch beim Frauenarzt, damit die (fehlende) Menge untersucht und eingestellt werden kann. Im Zweifelsfall solltet ihr unbedingt den Arzt oder Apotheker zu Risiken und Nebenwirkungen fragen – das Beratungsteam von Apotal ist über diesen Link und über die gebührenfreie Hotline zu erreichen.

Neben Folsäure sind andere Vitamine und Mineralstoffe für die Schwangerschaft wichtig. Die meisten von ihnen können über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ausreichend aufgenommen werden.
Aber Butter bei die Fische: Ich kann noch so viel Leber, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot essen – bei meinem täglichen Konsum von Kaffee und Milchprodukten wird die Eisenaufnahme mehr als gehemmt. Ich lege nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass ich ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche zu mir nehme, um den Bedarf an DHA zu decken. Und ganz spontan würde ich behaupten, mein Bedarf an Vitamin D ist bei dem Wetter nicht unbedingt gedeckt. Ich habe mich nach Alternativen umgeschaut und bin bei den Nahrungsergänzungsmitteln fündig geworden.

Vitaminpräparate bei Kinderwunsch - welche Nährstoffe wichtig sind - alles über Folsäure & Co.

Vitaminpräparate bei Kinderwunsch

Eins vorweg: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Das sollte euch klar sein. Mir ist es jedenfalls klar – nur schaffe ich es nicht immer, mich so zu ernähren wie es eigentlich sollte.

Bei meinem ersten Kinderwunsch habe ich zu Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen. Ich kann euch nur meine Erfahrungen weitergeben: ganz subjektiv gesehen hatte ich den Eindruck, während dieser Zeit viel seltener krank gewesen zu sein. Und was soll ich sagen. Ihr seht das Nahrungsergänzungsmittel meiner Wahl auf meinem Teller liegen. Never change a running team, fällt mir dazu ein – was schon einmal gut funktioniert hat… Allerdings möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich im Rahmen meiner Recherche für diesen Blogeintrag auf die Ausgabe der Zeitschrift Ökotest gestoßen bin, die genau solche Produkte unter die Lupe nimmt – und zwar mit einem ernüchternden Ergebnis. Ich empfehle euch daher, die Ausgabe zu kaufen und euch eine eigene Meinung zu bilden. Natürlich sollte die Einnahme solcher Präparate immer in Absprache mit eurem Arzt oder Apotheker, der euch zu Risiken und Nebenwirkungen aufklären kann – das Beratungsteam von Apotal ist über diesen Link und über die gebührenfreie Hotline zu erreichen.

So, und nun nehme ich meine Vitamine zu mir, während ich zwischen dem Kleinen und dem Hund sitze, damit sie sich nicht streiten. Während er laut lacht. Während ein Becher umkippt. Und freue mich des Lebens, ein so buntes Familienfrühstück erleben zu dürfen.