Sei realistisch – plane ein Wunder!

Von weniger sind wir nicht ausgegangen, als wir uns auf den Weg in die Kinderwunschklinik unseres Vertrauens machten. Neue Runde, neues Glück!
Jetzt, fast anderthalb Jahre später, sitzen wir hier mit Freudentränen in den Augen und können unser Glück kaum fassen.

14. SSW ICSI Kryo Erfahrung Regenbogenfamilie Schwanger werden lesbisch

Es hat geklappt – wir bekommen ein Baby!

Ab Ende Juli wird es hier ein weiteres kleines Menschlein geben, das unser Leben noch bunter macht. Ach was rede ich. Bunter macht es das jetzt schon. Mit jedem Übelkeitsanflug, mit jedem Streicheln über den Bauch, mit jedem Küsschen, das der Kleine dem Baby geben möchte. Und wenn ich denke, glücklicher kann man doch gar nicht sein werde ich eines Besseren belehrt. Ich fühle mich gesegnet und beseelt.

Der Weg zu so viel Glück – wie sollte es auch anders sein – war kein einfacher, und davon möchte ich euch unbedingt demnächst erzählen. Doch heute… Heute geht es nur um dieses unbeschreibliche Gefühl, welches mich nicht aufhören lässt wie frisch verliebt vor mich her zu grinsen.

Meine erste Schwangerschaft habe ich (zumindest online) erst im 8. Monat bekannt gegeben. Zu lange sorgte ich mich darum, ob alles wirklich klappt und ja, ob ich wirklich schwanger bin und es auch bleibe. Verrückt, wenn ich darüber nachdenke. Denn diesmal wussten fast alle schon von vorne herein davon. Zum einen waren wir auf Hilfe von Freunden und Familie angewiesen, um die vielen Termine für die Hormonbehandlung wahrnehmen zu können. Zum anderen habe ich gedacht, je mehr Leute die Daumen drücken, desto besser – umso mehr können mich dann auch trösten, wenn es nicht klappen sollte.

Und so kam es, dass ich mich vor lauter Vorfreude zwischendurch schon fast verraten habe. Zumindest muss ich so auffällig auf Instagram nach euren Daumen gebeten haben, dass einige von euch sofort wussten, was Sache ist. Ich habe es nicht bereut – daraus sind wunderschöne Bekanntschaften entstanden. Es macht Spaß, am selben Tag den Transfer zu haben. Oder mit einer Woche Abstand schwanger zu sein und die selben Gedanken zu teilen ♥ Wenn ihr das lest: ich drücke euch!

Kleiner Mann ganz groß

Ehrlich – ich habe niemals darüber nachgedacht was es bedeutet, schwanger zu sein und noch ein Kind zu haben. Klar, man hört hier und dort von den Beschwerden und Herausforderungen im Alltag. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es gerade die schönen Seiten sind, die schnell in den Hintergrund treten und über die eher weniger geredet wird.
Jedes Mal aufs Neue verzaubert er mich, wenn er ganz gespannt zuhört wer alles Geburtstag feiert bis das Baby da ist.
Ich war völlig geplättet als der Kleine den Bauch zum ersten Mal küsste.
Das Baby anpustete, damit es wach wird.
Dem Baby das Spielzeug zeigte.
Ihm sagte, dass es damit solange spielen darf wie es möchte.
Nur mit dem Polizeiauto nicht so lang.
❤️
Erinnerungen, die ich für immer behalten möchte.

So groß wie eine Kiwi

Selbstverständlich werfe ich täglich einen Blick in die Schwangerschaftsapp um zu schauen, wie weit ich gleich nochmal bin. Auch das ist bei dieser Schwangerschaft anders. Bei der ersten konnte ich wie aus der Pistole geschossen sagen wie weit ich bin, wahrscheinlich sogar auf die Minute genau. Diesmal ist es tatsächlich so, dass ich vor lauter Alltag manchmal gar nicht daran denke, dass ich schwanger bin. Abends versuche ich zu lauschen, ob ich nicht doch einen kleinen Tritt spüre. Aber auch das klappt nicht immer, dafür gewinnt häufiger mal die Müdigkeit.
Wobei wir beim Thema wären – Müdigkeit. Im Vergleich zu der letzten Schwangerschaft (ach was wollte ich diese Worte schon immer schreiben) fühle ich mich fit wie ein Turnschuh. Wenn man von der Übelkeit absieht. Die mir aber wirklich 1000x lieber ist als diese Müdigkeit, die mich damals selbst in den unmöglichsten Situationen in die Knien zwang.

Ach herrje. Ich merke gerade, ich fange an in Erinnerungen zu schwelgen…
Besser ich bremse mich, damit ich auch nächste Woche noch etwas zu erzählen habe. Ich möchte regelmäßig hier darüber schreiben, wie es mir geht und damit lege ich direkt los:

Hallo 14. Schwangerschaftswoche!

89,5kg pures Glück. Bäm. Was habe ich diese Zahl hier hingeschrieben und wieder gelöscht. Aber wisst ihr was? Genau das bin ich. Ja, das alles. Und wahrscheinlich sogar noch ein bisschen mehr. Denn ich habe zu Hause keine Waage, also ist das das Gewicht von der letzten Untersuchung vor 10 Tagen – vielleicht ist seitdem schon wieder etwas dazugekommen.

So fühle ich mich in der 14. SSW:

Es zieht, es ziept, es drückt. So sehr dass ich tatsächlich die Hebamme zwischendurch angerufen habe um zu erfahren ob das alles so seine Richtigkeit hat. Denn ja, unbekannt ist mir dieses Gefühl nicht – allerdings kenne ich das eher aus dem 7. oder 8. Monat. Wo soll das bloß hinführen?

Schon etwas gekauft?

Für mich: Hallo Umstandsmode. Tatsächlich finde ich es bereits jetzt sehr angenehm, Schwangerschaftsmode zu tragen. Genauer gesagt schon seit der 8. SSW :D Ziemlich früh, ich gestehe, aber es fühlt sich einfach sehr gut an und vor allem: Ich bin unendlich stolz auf den Bauch 😉
Für das Baby: Nein, noch nicht. Bis auf drei Bodys von Tchibo, die im Supermarkt zufällig in den Einkaufswagen gefallen sind. Ich versuche mich zu zügeln in der Hoffnung, noch einiges „recyceln“ zu können. Aber die Wahrheit ist: Dadurch dass ich noch nicht weiß ob es ein Junge oder Mädchen wird, möchte das Shoppingfieber noch nicht so richtig ausbrechen.
Für den Kleinen: Ja, eine ganze Menge. Ein ganzes Kinderzimmer. Sein Bettchen wird ihm langsam zu klein und wir haben ein neues bestellt. Dann gesellte sich ein Regal dazu. Dann dachten wir, ach, wenn wir schon dabei sind, dann machen wir auch den Fussboden neu. Und spachteln die Löcher zu. Und streichen die Wände. Und zack wurde aus einem neuen Bett ein ganzes Projekt, das hoffentlich in den nächsten Wochen angegangen wird…

Das schönste Erlebnis in der letzten Woche?

Das hat zwar nichts mit der Schwangerschaft zu tun, aber so viel Schönheit muss erstmal übertroffen werden: der Geburtstag des Buben. Schon morgens auf dem Wickeltisch, als er realisiert hat, dass es soweit ist. Seine Augen, als er den Geburtstagstisch gesehen hat. Seine Versuche, auf Portugiesisch Happy Birthday zu singen. Der Spaß, den wir alle im Spielparadies hatten. Die Geburtstagsparty am Wochenende. Seine Freude Tag für Tag zu sehen – einfach unglaublich und unbeschreiblich.

Aufhören, wenn es am besten ist? Für uns schlicht undenkbar ❤️

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