Es rührt mich.
Jedes Mal aufs Neue bin ich überrascht und ein bisschen sprachlos, welche positiven Gefühle ich durch das Bloggen und durch Instagram erleben darf. Ihr fragt wie es mir geht, ihr freut euch mit mir, ihr teilt eure Gedanken und Gefühle mit mir. Eigentlich vergeht nicht ein Tag, an dem ihr mir nicht ein Lächeln auf die Lippen zaubert. So auch heute, als ich gefragt wurde warum ich in letzter Zeit seltener über die Schwangerschaft geschrieben habe. Ihr denkt an mich! Ihr fragt euch, wie es mir geht! Es rührt mich. Ehrlich.

Deswegen möchte ich euch eine ehrliche Antwort geben: In der letzten Zeit fällt es mir nicht so leicht wie sonst, die Schwangerschaft zu genießen. Vor fünf Wochen haben die ersten Schwangerschaftswehwehchen angefangen. Ich würde behaupten, ich kann noch ganz gut damit leben. Die Beine und Füße sind dick, ja, aber es hält sich alles noch in Grenzen. Die Hände sind taub und auch dick, ok, aber wenn genug Dinge runtergefallen sind, lohnt sich immerhin das Bücken. Kann ich mit leben.
Letzte Woche aber hat es mich eiskalt erwischt. Ich bin wirklich unangenehm krank geworden und konnte mich tagelang vor Schmerzen kaum bewegen. Und trotzdem ging der Alltag weiter – den Kleinen von der Kita abholen, mit dem Hund spazieren, der Haushalt… Ihr wisst schon, der normale Wahnsinn.

Manchmal stand ich da und weinte… Ohne zu wissen ob vor Schmerzen oder vor Selbstmitleid, dass mir in der Situation niemand helfen konnte.
Wie ich DAS nicht leiden kann. Selbstmitleid. Ich meine. Ich bin traurig darüber, dass ich Schmerzen dabei habe, den Kleinen abzuholen. Ich, auf meinen zwei dicken, aber sonst gesunden Beinen. Unterwegs mit meinen bequemen Birkenstocklatschen und dem super-duper-Kinderwagen, der den Alltag so viel einfacher macht. Um eine gesunden, fröhlichen Jungen von der Kita abzuholen.

Da bin ich traurig, dass ich trotz der Schmerzen den Haushalt schmeißen muss. Wobei es doch ein Privileg ist, ihn schmeißen zu dürfen! Ist es immer eine Freude? Natürlich nicht, aber seien wir mal ehrlich – die Alternative, keinen Haushalt zu haben um den man sich kümmern muss, klingt nicht erstrebenswert. Die wunderschöne Kleidung, die gewaschen werden muss, weil es bald wieder auf Reisen geht. Das neue Kinderzimmer sauber halten, das von Tag zu Tag gemütlicher wird. Das Spielzeug aufräumen, das überall rumliegt, weil hier so viel Platz zum Rumliegen ist. Glücklichsein kann man lernen - 10 Tipps zum Glücklichsein

Nein, das kann ich nicht leiden, ganz und gar nicht. In den letzten Tagen und Wochen habe ich den negativen Gefühlen eine viel zu große Bedeutung beigemessen. Das hat mich zu sehr von den positiven Dingen abgelenkt. Und das ist sonst ganz und gar nicht meiner Art.
Aber genau diese letzen Tage und Wochen erinnerten mich daran, dass Glück kein Zufall ist. Ganz im Gegenteil: Glück ist das Ergebnis einer ganz bewussten Entscheidung.

Normalerweise bin ich ein wirklich, wirklich glücklicher Mensch. Habe ich wirklich gesagt? Ich meine wirklich glücklich. Dankbar für die Menschen, mit denen ich mich umgeben darf. Dankbar für all die Dinge, die mich und mein Leben ausmachen. Dankbar darüber, genau dieses Leben führen zu können.

Natürlich bedeutet Glück für jeden von uns etwas anderes. Genau deshalb gibt es keine „Formel“ fürs Glücklichsein (das wäre ja auch zu einfach!). Auch ist Glück nichts, was irgendwo versteckt ist und nur darauf wartet, gefunden zu werden oder in Gestalt eines anderen Menschen herkommt. Aber es gibt viele Wege, die zu dem ganz eigenen, persönlichen Glück führen, und die würde ich mir gerne nochmal vergegenwärtigen und bei dieser Gelegenheit mit euch teilen!

Be happy – 10 Tipps zum Glücklichsein

10 Tipps zum Glücklichsein - Glück kann man üben - Tipps

1) Dankbar sein

Kreisen die Gedanken schon wieder darum, was man noch alles erreichen und schaffen möchte? Dann sollte man eine Minute innehalten und darüber nachdenken, wie gut es einem eigentlich geht. Das Leben mag nicht in jeder Situation perfekt sein, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man immer etwas hat, worüber man dankbar sein kann, wenn man lange genug sucht. Die eigene Gesundheit sowie die unserer Lieben; die behaglichen vier Wände; der Job, der uns fordert; die schöne Umgebung in der man wohnt; der zuverlässige Freundeskreis; der volle Bauch nach einer leckeren Mahlzeit. Nicht immer hat man alles auf einmal und trotzdem ist jede einzelne Sache davon es wert, jedes Mal aufs Neue dankbar zu sein.

Ich frage euch deshalb: Wofür seid ihr dankbar? Eigentlich sollte man jeden Tag mindestens 3 Dinge benennen können, die den Tag etwas liebenswerter gemacht haben. Das übt! Und macht ganz nebenbei glücklich.

2) Traurigsein bedeutet nicht, nicht glücklich zu sein!

Glück bedeutet nicht die Abwesenheit von Traurigkeit. Natürlich kann man sich ärgern. Man darf traurig sein, man darf weinen, schimpfen und wüten. Manchmal sollte man es sogar! So zu tun als würden schlechte Zeiten nicht existieren ist für das Glücklichsein überhaupt nicht förderlich, ganz im Gegenteil.
Mir persönlich ist es immer wichtig, mir die Zeit zu nehmen, die ich für das Traurigsein brauche. Um über das nachzudenken, was nicht gut läuft, was ich ändern kann und was nicht. Um aus einer schwierigen Situation gestärkt herauszukommen und wenigstens einen Lösungsansatz zu haben. Und um mich wieder bewusst für das zu entscheiden, was mich glücklich macht.

3) Zeit mit den Lieben verbringen

Die eigene Familie und die engsten Freunde können eine Quelle für Glück und Zufriedenheit sein. Vor einigen Stunden ist meine beste Freundin spontan vorbeigekommen – 30km einfache Fahrt – um mir zwei Kartons vorbeizubringen. Umstandskleidung und Babysachen, die sie mir schon damals für den Großen mitgegeben hat. Solche „Kleinigkeiten“ berühren mich. Und machen wieder einmal deutlich, wie schön es ist, alles stehen und liegen zu lassen, um Zeit mit den Menschen verbringen zu dürfen, die wir schätzen und lieben.

4) Eigene Erwartungen runterschrauben

Als ich so krank war, habe ich gehofft, Unterstützung zu bekommen. Anstattdessen gab es leider eine fette Absage. Sowas passiert. Zum Geburtstag habe ich den einen oder anderen Anruf vermisst, der mir wichtig gewesen wäre. Irgendwo hat mich das ein bisschen gekränkt – und ja, auch traurig gemacht. Fakt ist: ich kann niemanden ändern. Ich kann nur mich und meine eigene Erwartungshaltung an den anderen ändern. Das erleichtert nicht nur den Umgang miteinander, sondern ist auch eine große Hilfe für den nächsten Punkt:

5) Die Erwartungen anderer herunterschrauben

Das eigene Leben ist immer das schönste – aus diesem Grund ist es enorm wichtig, es zu leben. Das eigene Leben. Nicht das der Eltern, der Freunde, des Partners. Wenn man ständig damit beschäftigt ist, die Erwartungen anderer zu erfüllen, verliert man vielleicht das eigene Glück aus den Augen. Vielleicht macht man das, um sich beliebt zu machen, um sich geliebt zu fühlen. Dabei ist es doch am wichtigsten, sich selbst zu lieben. Sprich: auch die eigenen Wünsche zu erfüllen und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Nein zu sagen tut gut!

6) Andere nicht beeindrucken wollen

Mindestens genau so wichtig wie die Erwartung anderer herunterzuschrauben ist es, sie auch nicht beeindrucken zu wollen. Wie anstrengend es sein muss! Schließlich ist es manchmal schon schwer genug, mit sich selbst zufrieden zu sein. Wer auch noch andere von sich selbst überzeugen möchte hat im Zweifel eine Menge Arbeit vor sich. Eine Arbeit, die womöglich nie zu Ende geht: Es wird nämlich immer jemanden geben, der einen nicht gut (genug) findet – zack man ist für immer in diesem Hamsterrad gefangen.

7) Loslassen

Nicht alles funktioniert nach Plan. Genau gesagt funktioniert bei uns rein gar nichts nach Plan. Ich versuche es immer und immer wieder, mich davon nicht stressen zu lassen. Gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Es gibt Dinge, die können und vor allem wollen wir ändern – andere (wie z.B. das chaotisch sein) brauchen mehr Zeit und Mühe und lassen sich nicht von einem auf den anderen Tag wegzaubern. Da hilft es, Geduld zu haben – vor allem sich selbst gegenüber. Ein verständnisvolles Umfeld zu haben ist aber auch Gold wert 😉
Wenn wir das loslassen, was wir nicht ändern können (oder wollen), können wir erkennen, was in der Situation wirklich wichtig ist: Was wir wirklich brauchen, wer wir wirklich sind.

8) Veränderungen begrüßen

Veränderung bedeutet Bewegung – ohne sie können wir uns weder körperlich noch geistig fit halten. Ohne Veränderung kann nichts entstehen oder wachsen. Wir können nicht aus uns herauswachsen. Dabei wissen wir doch, wie gut sich das anfühlen kann. Wir sollten anfangen, Veränderungen zu begrüßen: Was für neue Erfahrungen können sie mit sich bringen? Wie können wir von ihnen profitieren? Wie erleben wir die Veränderungen, aktiv oder passiv?
Wenn wir der Überzeugung sind, unser Leben und unser eigenes Glück in den Händen zu haben und in der Lage sind, uns an die sich ändernden Lebensbedingungen und Herausforderungen anzupassen, hilft uns das sehr beim Glücklichsein.

9) Keine Ausreden!

Jeder ist irgendwann mit irgendetwas unzufrieden. Ich bin mit meinem Aussehen nicht zufrieden, auch nicht mit meiner (zu) chaotischen Art… Ach, da fällt mir spontan einiges ein. Aber: nur ich habe die Möglichkeit, das was mich stört zu verändern. Und solange ich dafür Ausreden suche und sie auch finde, stören mich die Sachen offenbar (noch) nicht doll genug. Zumindest nicht so doll, dass ich sie wirklich ändern möchte. An dieser Stelle höre ich auf, Ausreden zu suchen – und fange damit an, das was mich eigentlich stört als das zu akzeptieren, was es ist: ein Teil von mir.
Genauso liebenswert wie die anderen, (in meinen Augen) schöneren Teile von mir. All sie gehören zu mir und machen mich aus – keine Ausrede mehr nötig!

10) Bitte Lächeln!

So simpel und doch so wirkungsvoll: Lächeln ist einfach die beste Therapie. Versucht es mal! Ich bin doch immer wieder überrascht, wie viel man mit einem Lächeln erreichen kann. Nicht nur anderen, sondern vor allem sich selbst gegenüber. Lachen ist ansteckend – genauso wie Glück!

Glücklich sein - 10 Tipps die dich glücklicher machen

Und dann wäre da noch was…

Daneben gibt es noch eine Menge was man tun kann, um das Glücklichsein zu üben (ja! Üben! Man kann und sollte es unbedingt üben!) um nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Ein erfüllendes Hobby finden, viel in der Natur sein und zur Ruhe kommen, anderen eine (überraschende) Freude machen, weniger lästern, weniger meckern, im Heute leben und die Vergangenheit sein lassen, neue Leute kennenlernen…
Und vor allem: Lieben. Von Herzen lieben. Das tut immer, immer gut <3

Ich wünsche euch einen ganz und gar glücklichen Abend! Und freue mich, wenn ihr hier in den Kommentaren erzählt, was euch heute besonders glücklich gemacht habt 😃

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14. SSWschlechte Laune ohne Ende
15. SSWHabe ich heute genug getrunken?
16. SSWKlopfklopf!
17. & 18. SSWTausend Ideen, ein einziges Chaos
19. SSWHund und Kinder: Ein Boxer, der Familienhund und Kinderschreck
20. SSWHalbzeit – Hauptsache gesund!
21. SSWAutsch! 21. SSW und die ersten Wehwehchen
22. SSWAb nach draußen – unsere Flucht aus der 22. SSW
23. SSWDie Frage nach dem Namen und die 23. SSW
24. SSWLife is better at the beach
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