Elf Wochen.
Seit siebenundsiebzig Tagen dreht sich hier bei uns alles nur um eines: das Stillen. Vor einigen Wochen habe ich darüber geschrieben, wie bei uns das Stillen klappt. Ein Schritt vor, zwei zur Seite, einer zurück – ein langer Weg, der mir mehr als nur einmal unbeschreitbar erschien. Ja, mehr als nur einmal wollte ich alles hinschmeißen, als die Stunden vergingen und der Kleine sich immer hungriger trank.
Umso mehr freue ich mich, auf diesen langen Weg zurückzuschauen und zu sehen, wie weit wir bis jetzt gekommen sind. Es freut mich, dass es sich so anfühlt, als hätten wir ein ziemlich gutes Stück geschafft und als würde der beschwerlichste Part hinter uns liegen. Und hoffe natürlich sehr, damit Recht zu behalten 😃

Es gab einige Schlüsselerlebnisse, die mir dabei geholfen haben immer weiterzumachen. Eines der wichtigsten möchte ich hier mit euch teilen.
Aber von Anfang an: Als ich aus dem Krankenhaus nach Hause kam und lange Wochen nur pumpen konnte, tat ich das bei uns im Schlafzimmer. Das kannte ich noch von früher, das fühlte sich vertraut an. Ja, fast schön bei dem stupiden Gepumpe. Aber mit jedem Mal Pumpen wurde mir bewusster, wie schlecht sich das Ganze anfühlte. Denn wir haben den Stuhl, den ich damals zum Pumpen benutzte, entsorgt.
Ich sitze also auf dem Bett und pumpe und mir fällt ein: In der Zwischenzeit haben wir neue, wunderbar weiche Matratzen gekauft. Auf denen man zwar wunderbar liegen, aber nur furchtbar sitzen kann. Man setzt sich hin und sinkt ein, gefühlt bis zum Erdkern. Bei den Temperaturen der letzten Wochen und in Kombination mit einem knackenden Kopfteil war das Pumpen irgendwann schlicht unerträglich – vom Stillen fange ich gar nicht erst an (das habe ich dort tatsächlich noch nicht einmal versucht).

Es war nicht mehr auszuhalten. Durchgeschwitzt, genervt und übernächtigt bringe ich die Flaschen in die Küche während ich fluche und darüber nachdenke, das Ganze sein zu lassen. Auf dem Weg zurück bleibt mein Blick im leeren Babyzimmer hängen: Ist das nicht etwa ein Sofa? Eins, was zum Sitzen gedacht ist? Ich lache und schüttele den Kopf darüber, dass man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Ich packe Pumpe, Flaschen, Bücher und Nachttischlampe ein und mache es mir dort gemütlich. Und siehe da: plötzlich wird das Ganze viel angenehmer. Und dadurch, dass ich mich viel mehr entspannen kann, wird meine Laune schlagartig besser, alles fühlt sich ein bisschen einfacher an. Ich kann das Licht anmachen ohne jemanden zu stören, meine Frau kann weiterschlafen, der Hund wacht nicht auf und fängt nicht an zu hecheln, ich stolpere nicht im Dunkeln über das Kabel. Perfekt!

Ja, mir wurde zum ersten Mal bewusst, was für eine große Rolle die richtige Ausstattung für das Stillen und Pumpen spielt. Diese Produkte erleichtern mir mehrmals am Tag das Leben und ich möchte nicht mehr auf sie verzichten!

Ausstattung fürs Stillen – meine Lieblinge für eine angenehme Stillzeit

Ausstattung für das Stillen - was braucht man alles für die Stillzeit? Checkliste Stillzeit

Das Wichtigste zuerst: das Stillkissen
Ich habe mich für ein ganz schlichtes Modell entschieden. Mein Kissen ist 190cm lang und schon während der Schwangerschaft eine riesige Hilfe, wenn man auf der Seite schlafen möchte. Was für ein Format man wählt ist aber sicher Geschmacksache – es gibt auch Stilleier (eiförmige Stillkissen) und deutlich kleinere Exemplare.
Ein zweiter Bezug darf ebensowenig fehlen, einer ist nämlich immer in der Waschmaschine 😃

Davon kann man nicht genug haben: Stilltücher
Die kann man nämlich für alles benutzen: als Spucktuch, als Sichtschutz beim Stillen, als Sonnenschutz, als Unterlage… Ich könnte ewig weitermachen 😃 Von der Marke aden + anais bin ich Fan seit der ersten Stunde. Die Classic-Tücher sind schon unglaublich weich, aber die aus Bambus-Viskose sind schlicht ein Traum. Auch wenn die etwas teurer sind, sind sie jeden Cent wert!

Eine vielseitige Hilfe: der Kinderhocker
Ganz besonders am Anfang, wenn man sich noch nicht entspannt zurücklehnen möchte oder kann, ist der Hocker eine große Hilfe. Beim Pumpen oder Stillen hat man damit eine perfekte Höhe, um den Rücken zu entlasten – die Kinderhocker kann man nämlich wunderbar zweckentfremden, um mit den Füßen Halt zu finden. Besonders hübsch finde ich diesen schlichten Hocker, der auch wunderbar im Wohnzimmer stehen kann ohne weiter aufzufallen.

Es werde Licht: die Tischleuchte
Im Schlafzimmer habe ich immer mit der Taschenlampe des Handys rumhantiert, damit meine Frau nicht wach wird. Hier im Babyzimmer bin ich alleine und kann das Licht nach Lust und Laune an- und ausmachen. Wunderbar! Ein gemütliches, gedämmtes Licht ist Gold wert. Man selbst wird beim Pumpen nicht ganz wach und beim Stillen ist es auch für das Baby nicht zu grell. Besonders schlicht und überall passend sind die schönen Tischleuchten von HAY. Funktional und trotzdem ein hübscher Blickfang.

Entlastung beim Pumpen: die Babywippe
Wie gesagt sind wir noch dabei, uns beim Stillen zu finden. So kommt es vor, dass der Kleine direkt nach dem Stillen noch Hunger hat. Für den Fall dass ich danach noch pumpen muss, kann ich mit der Wippe von BabyBjörn die Viertelstunde wunderbar überbrücken.

Ausstattung für das Stillen - was braucht man alles für die Stillzeit? Checkliste Stillzeit

Das waren sie, meine Lieblinge für eine angenehme Stillzeit. Jedes der Produkte erleichtert meinen Alltag und ich hoffe, sie dürfen uns noch ein ganzes Weilchen begleiten :)
Welche sind eure Lieblinge, die ihr beim Stillen (oder Pumpen) nicht mehr missen möchtet? Ich freue mich darüber, von euch in den Kommentaren zu lesen!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Onlineshop tausendkind entstanden.

Was hälst du vom Thema Stillen? Das ist im Moment bei mir sowohl auf dem Blog als auch auf Insta aktuell und würde sich super anbieten. Stillkissen, Bezug, Mullwindel, Hocker, gemütliches Licht, Wippe…