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Mutter, Journalistin, Bloggerin, Autorin – unglaublich, was Gabriela Urban alles unter einen Hut bekommt, während sie mit einem Kind die Welt bereist.
Ich bewundere sie für ihren Mut, ihre Neugierde und für ihre besondere Leidenschaft: das Reisen. Darum freue ich mich sehr darüber, sie zu ihrem neuen Buch „Wie Buddha im Gegenwind“ ein paar Fragen stellen zu dürfen! Und ihr könnt ein Exemplar davon gewinnen!

„In Flipflops aus dem Scherbenhaufen“ heißt es in deinem Buch. Tatsächlich lag am ersten Tag nach deiner Elternzeit die Kündigung auf deinem Tisch. In so einer scheinbar ausweglosen Situation – wie hast du da den Mut gefunden, die Flucht nach vorne zu ergreifen und auszusteigen?

Ganz ehrlich, ich hatte direkt nach meiner Kündigung keinen blassen Schimmer, wie schwierig mein Weg wirklich werden würde. Hätte ich bereits am Anfang gewusst, wie viele Hürden und Irrwege ich tatsächlich überwinden müsste, dann wäre ich wohl erstmal in ein unsagbar tiefschwarzes Loch gefallen … Dementsprechend war es gut, dass ich am Anfang vorerst „nur“ meine Kündigung verkraften musste. Den Mut, mich selber neu zu erfinden, habe ich dann tatsächlich auf meinen vielen Reisen peu à peu gefunden. Denn weit weg von zuhause kamen mir meine ganzen katastrophalen Scherbenhaufen daheim, plötzlich nicht mehr so unüberwindbar vor – und ich fühlte mich auch um einiges gelassener und irgendwie auch leichter. Eine gute Ausgangslage, um wesentliche Dinge im eigenen Leben zu ändern!

22 Länder, unzählige Kilometer und ein ganz besonderer Reisebegleiter: Dein Sohn war sieben Monate alt, als ihr euch auf den Weg gemacht habt. Wie sehr hat das Reisen euch zusammengebracht, was hat es mit eurer Beziehung gemacht?

Bei unserer ersten Reise nach Bali war mein Sohn sieben Monate alt. In ein paar Wochen wird er schon vier Jahre (oh Mann, wie schnell die Zeit vergeht) und ist mittlerweile tatsächlich durch 28 Länder gereist. Ich würde sagen, dass uns das gemeinsame Reisen, vor allem sehr viel gemeinsame Zeit schenkt, die wir so zuhause nicht haben. Denn du kennst es ja sicherlich auch, immer so viele Dinge, die wir Mamas erledigen müssen oder wollen und oft plagt uns dann das schlechte Gewissen, dass wir zu wenig Zeit mit unseren Kindern verbringen. Zumindest ist das bei mir so! Auf Reisen ist das ganz anders, denn da verbringen wir praktisch 24 Stunden am Tag miteinander ohne großartigen Verpflichtungen – und das wochen- und oft sogar monatelang. Diese intensive Zeit und auch all die Erlebnisse und Begegnungen, die wir machen, bringt uns definitiv noch näher zusammen.

Außerdem sind mein Sohn und ich mittlerweile ein extrem gutes Reiseteam und wir wissen, dass wir uns beide aufeinander verlassen können – und uns helfen. Wenn wir unterwegs sind und zum Beispiel in einen Zug einsteigen, dann steigt mein Sohn immer zuerst ein und ich reiche ihm dann den Buggy und Rucksack ran und er nimmt die Gepäckstücke. Das hilft mir immer extrem und mein Sohn ist dann immer stolz wie Bolle. Oder er fragt mich, ob wir unseren großen und kleinen Rucksack dabeihaben. Ich finde es echt toll, wie verantwortlich er dann oft ist und bin dann ebenfalls stolz wie Bolle auf meinen GANZ besonderen Reisebegleiter.

Sprachbarrieren, kulturelle Besonderheiten, ungewöhnliche Bräuche – gab es Momente, die dich haben zweifeln lassen? Hast du gar darüber nachgedacht, die Reise abzubrechen?

Lustig, dass du das fragst. Ich habe tatsächlich ein einziges Mal darüber nachgedacht, meine Reise abzubrechen, oder zumindest so weit wie möglich in ein anderes Land zu fahren. Und das war ausgerechnet in Osteuropa und zwar in Bulgarien und später in Rumänien. Das hatte eigentlich nichts mit den jeweiligen Ländern zu tun, weil sowohl Bulgarien als auch Rumänien wirklich wunderschön sind, sondern eher mit den Begegnungen, die wir gemacht haben. Die Menschen waren nicht immer freundlich, dann hatte ich so 2-3 Erlebnisse, die ich nicht so angenehm fand und plötzlich stand ich ganz kurz vor einem gewaltigen Tränenausbruch und hatte bereits verzweifelt nach einem Flug gesucht, der uns gaaanz weit aus Osteuropa bringen sollte. Doch zum Glück bekam ich meinen emotionalen Anfall wieder in den Griff und setzte unsere Reise fort, denn die Begegnungen und Erlebnisse, die wir danach machten, waren einfach wunderbar.

Im Nachhinein muss ich über dieses Reisetief sogar lachen. Stell dir vor, da reise ich tatsächlich um die ganze Welt in die ungewöhnlichsten Länder und Regionen, die weit entfernt sind von unserer eigenen Kultur, und denke ausgerechnet in Osteuropa – also ca. zwei Flugstunden von zuhause entfernt – darüber nach, abzubrechen. Irgendwie lustig, oder?

„Der Alltag besteht aus vielen Wundern. Wir nehmen uns nur viel zu selten die Zeit, diese tatsächlich auch zu sehen“ – wie hat das Reisen deine Sicht auf den Alltag verändert, seitdem du wieder zu Hause bist?

Sehr! Mein Sohn und ich befinden uns ja gerade in der glücklichen Situation, dass wir rund 6 Monate im Jahr auf Reisen verbringen. Wir reisen also beispielweise einen Monat, kommen für ein paar Wochen zurück, sind danach wieder drei Monate unterwegs und bleiben dann wieder eine Weile zuhause … Dementsprechend pendeln wir zwischen den unterschiedlichsten Ländern und können so auch die guten Seiten der jeweiligen Länder um einiges mehr genießen. Wenn eine Reise zu Ende geht, bin ich dann nicht mehr traurig, sondern freue mich wieder auf den Alltag: auf meinen Schreibtisch, dunkles Vollkornbrot, meine Waschmaschine, warmes Wasser, klare Luft, Schafe am Deich …

Was sind deine ultimativen Tipps, damit das Reisen mit Kindern klappt? Was möchtest du Eltern mitgeben, die sich nicht trauen den ersten Schritt zu machen?

Mein ultimativer Tipp ist, dass sich Eltern vorab nicht zu viele zermürbende Gedanken machen. Das bedeutet, lieber die Vorfreude genießen, als sich ständig den Kopf zu zerbrechen, was alles passieren könnte … Wir kennen ja alle den Spruch: Sind die Eltern entspannt, sind es die Kinder (meistens) auch – und das gilt besonders auf Reisen. Ob zuhause beim Packen, am Flughafen oder irgendwo in der Ferne. Außerdem ist Reisen mit Kindern wirklich kein Hexenwerk. Egal, wohin und welche Art der Reise. Denn alle Eltern, die bereits ein paar Reiseerfahrungen gemeinsam mit ihrem Nachwuchs gesammelt haben, sagen, dass das alles nur halb so wild ist. Ich war vor meiner ersten Fernreise mit meinem Baby auch super, super aufgeregt und hatte meine Bedenken, ob ich wirklich dem gewachsen wäre. Mittlerweile bin ich schon so routiniert, dass ich unsere Rucksackreisen als völlig normal und nicht besonders anstrengend oder fordernd ansehe, sondern eher als eine wunderbare Erfahrung und ganz besondere Zeit.

Und jetzt habe ich noch eine ganz besondere Überraschung – und zwar hat mich die liebe Daniela gefragt, ob sie extra für euch eine exklusive Leseprobe bekommt. Natürlich! Denn dieser wunderbaren Frau kann man doch keinen Wunsch abschlagen, oder? Deswegen gibt es hier sogar meine Lieblingsszene aus meinem Buch
Wie Buddha im Gegenwind, erschienen bei Conbook Medien GmbH, Neuss 2019, 1. Auflage

Der Unbekannte in der Wüste in einer magischen Nacht, Seite 148-150:

Kolumbien
«Obwohl in zwei Stunden die Sonne bereits untergehen sollte, war es immer noch brütend heiß. Edie, unser Guide, holte uns mit seinem Moped in der Unterkunft ab. Auf unserer Wanderung durch die roten Felsen von Suelos Rojos erzählte er mir viel über die Wüste, die eigentlich ein tropischer Trockenwald war. Ich erfuhr von ihm, dass die Tatacoa-Wüste ihren Namen ursprünglich von giftigen Schlangen erhalten hatte, die in diesem ausgetrockneten Becken lebten. Ich musste kurz schlucken. Hatte Edie gerade tatsächlich Schlangen gesagt? Aber er beruhigte mich sofort. Mittlerweile waren die Schlangen ausgerottet.

»Doch noch heute bedeutet das Wort Tatacoa in der indigenen Sprache meiner Vorfahren böse Schlange …« Edie zögerte ein wenig und fuhr dann fort: »… oder auch wütende Frau.« Er lachte laut auf und schaute mich dabei schelmisch an.

Ich musste mit ihm lachen. Zwar erschloss es sich mir nicht zwingend, was eine giftige Schlange mit einer wütenden Frau gemeinsam hatte, aber sein unbefangenes Lachen wirkte ansteckend auf mich. Überhaupt war ich komplett von seiner Erscheinung und seiner Art fasziniert. Er hatte eine große Statur, indigene Gesichtszüge, seine Haut war von der Sonne gegerbt, und er strahlte eine ganz besondere Zufriedenheit aus. Er erzählte mir, dass er hier in der Wüste geboren worden und bereits als kleines Kind durch die Felsformationen gelaufen war. Er kannte jeden Hügel, jeden Stein und jeden Kaktus.
»Für uns Kinder war die Wüste damals ein großer Abenteuerspielplatz. Du wusstest nie, was du hinterm nächsten Felsen erleben würdest.«
Die Wüste als Spielplatz? Wie unterschiedlich doch Kindheiten sein konnten, dachte ich.

Stumm folgte ich Edie durch die karge Landschaft. Die vielen unterschiedlichen Rottöne veränderten durch die tief stehenden Sonnenstrahlen ständig ihre Farben. Mühselig kraxelten wir zahlreiche Felsen hoch und genossen das Naturspektakel um uns herum. Ich konnte an Edies Gesichtsausdruck erkennen, dass diese bizarre Landschaft auch für ihn noch immer etwas Besonderes war. Ich fragte ihn, ob er jemals wo anders gewesen wäre.
»Oh ja! In Bogotá. Einmal und nie wieder! Einfach nur schrecklich diese Stadt«, sagte er naserümpfend.
Ich stellte mir den naturverbundenen Edie in der chaotischen Hauptstadt vor und kam zu dem Entschluss, dass dieses Bild überhaupt nicht passte.
»Hier bin ich geboren, hier habe ich gelacht, geliebt und geweint. Hier möchte ich eines Tages auch sterben und meine Asche soll der Wind dann in alle Himmelsrichtungen verteilen, damit ich schlussendlich dahin zurückgehe, wo ich hergekommen bin. Zurück zur Pachamama, zur Mutter Natur …«, sagte Edie ehrfürchtig, während uns ein warmer Wind ins Gesicht blies.

Ich war mächtig beeindruckt. Obwohl die Worte von Edie in einer anderen Situation extrem geschwollen und esoterisch geklungen hätten, ergaben sie hier, mitten in der Wüste, einen Sinn. Er schien ein Mensch zu sein, den nichts mehr aus dem Gleichgewicht brachte. Den nichts erschüttern konnte. Einer, der sein Ziel im Leben schon längst erreicht hatte. Ich betrachte ihn etwas genauer und musste plötzlich an Buddha denken. Oh ja! Irgendwie kam mir Edie wie ein erleuchteter Buddha vor. Nur halt mit indigenen Gesichtszügen.
Doch noch viel mehr beeindruckte mich Edies tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat. Dieses Gefühl kannte ich nicht. Im Gegenteil. Als ewiger Vagabund, den immer das Fernweh packte, konnte ich mir so gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man einen Ort noch nie so richtig verlassen hat. Wenn man sein ganzes Leben in ein und derselben Gegend verbringt. Nie das Meer gesehen hat. Nie in einer Großstadt gewohnt hat. Nie in ein Flugzeug oder Boot gestiegen ist. Nie durch die Berge gefahren ist. Nie durch einen Wald oder Dschungel gewandert ist. Und nie das eigene Vaterland verlassen hat. Zweifelsohne würde ich mir wie in einem unsichtbaren großen Gefängnis vorkommen. Und es würde mich wahnsinnig machen, zu wissen, dass ich die Mauer, die mich umgibt, nie von außen sehen würde. Dass ich nie erfahren würde, was sich auf der anderen Seite befindet. Und wie der nächste, der übernächste und der überübernächste Ort aussieht …

Ich blickte zu Edie. Friedlich schaute er zum weiten Horizont in die Ferne. Dabei strahlte er eine angenehme Ruhe und Zufriedenheit aus, wie ich sie bei kaum einer Person gespürt habe. In diesem Moment begriff ich, wie eng Zufriedenheit und der innere Frieden miteinander verwoben sind. Nein! Edie kam mir keineswegs wie ein Gefangener der Wüste vor, sondern viel mehr wie jemand, der in Freiheit lebte. Jemand, der schon längst am Ende seiner Suche war. Und obwohl dieses Lebenskonzept genau das Gegenteil von meinem eigenen war, beneidete ich Edie in jenem Moment um seine besondere Verbundenheit mit diesem Ort. Dem Ort, an dem er geboren wurde, den er keineswegs satthatte, sondern der ihn immer wieder aufs Neue zum Staunen brachte – und an dem er eines Tages seinen letzten Atemzug machen würde.»

Gabriela Urban schreibt auf ihrem Blog „Mami bloggt“ aus der Leben einer reiseverrückten Mama. Spannende Erzählungen aus fernen Ländern sind dort Programm. Insbesondere dieser Ratgeber mit vielen Infos & Tipps für Fernreisen mit Kindern möchte ich euch ans Herz legen – so klappt der Familienurlaub ganz bestimmt!

Buchvorstellung Wie Buddha im Gegenwind – Gewinnspiel

Zusammen mit Gabriela Urban möchte ich eine/n von euch Reisefans eine Freude machen:
Ihr könnt ein Exemplar von „Wie Buddha im Gegenwind“ gewinnen!

Mitmachen geht ganz einfach: erzählt mir in den Kommentaren, warum ihr das Buch gewinnen wollt und wohin der nächste Familienurlaub führen soll.

Ganz kurz noch die Teilnahmebedingungen:

  • das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am 07.03.2019 um 21 Uhr
  • Teilnahmeberechtigt sind natürliche, volljährige Personen mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland.
  • Eine Mehrfachteilnahme ist nicht gestattet.
  • Die GewinnerInnen werden über random.org ausgelost und hier veröffentlicht, mit der Veröffentlichung erklärst du dich durch die Teilnahme einverstanden.
  • Sollte es nicht möglich sein den Gewinner innerhalb von 3 Tagen zu kontaktieren, behalten wir uns vor eine/n neue/n Gewinner/in auszulosen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die zu gewinnenden Preise können nicht bar ausgezahlt werden.
  • Die Kommentare werden auch nach Beendigung des Gewinnspiels nicht gelöscht.
  • Der Versand der Gewinnpakete erfolgt nur nach Deutschland direkt über CONBOOK Verlag. Mit der Teilnahme an diesem Gewinnspiel erklärst du dich bereit, im Falle eines Gewinnes nach den neuen DSGVO Standards deine Daten (Name und Anschrift) an den Kooperationspartner und dessen Transportdienstleister zum Versand des Gewinnes freizugeben. Für weitere Zwecke werden deine Daten nicht gespeichert und benötigt.

Jetzt aber: viel Glück!