In der ganzen Wohnung duftet es. Man schließt die Augen, fühlt sich wohl und geborgen. Die Vertrautheit der Gerüche, das Klappern des Bestecks, der Geschmack von einst: es schmeckt nach Kindheit.

In dieser Reihe lassen Familien Erinnerungen wach werden und verraten uns, was für sie nach Kindheit schmeckt. Woran müssen sie denken, wenn sie zurückschauen? Was lässt sie wieder an ihre Kindheit denken?

Die Antworten auf diese spannenden Fragen gibt uns heute Leonie von Minimenschlein – dem Lifestyleblog für Familien. Auf ihrem Blog findet ihr nicht nur leckere, sondern die hübschesten Rezepte! Ich sage nur „bunt wie der Regenbogen„! Schaut bei ihr rein – ihr werdet begeistert sein, vor allem von ihren kunterbunten Bastelideen.

Schmeckt nach Kindheit: schwäbische Linsensuppe

einfache Linsensuppe Rezept Minimenschlein

Wenn du an ein Gericht aus deiner Kindheit denkst – welches ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Ich bin ja in einem kleinen Dorf nahe Stuttgart groß geworden und somit Schwäbin. Schwäbische Gerichte kamen in meiner Kindheit also sehr oft auf den Teller. Am liebsten aß ich die Linsensuppe meiner Mama. Damals mit Spätzle, natürlich von Hand geschabt. Ich mache die Linsensuppe selbst auch super gerne – dann aber ohne die Spätzle.

Welche Gefühle/Erinnerungen ruft es hervor? 

Ich muss dabei immer auch an meinen verstorbenen Opa denken. Er war jeden Samstag bei uns. Meine Eltern hatten sich früh ein Haus gekauft und dieses nach und nach selbst renoviert. So kam unser Opa jeden Samstag dazu, um mitzuhelfen. Deshalb durfte sich Opa samstags ein Gericht wünschen. Meistens gab es dann Linsensuppe. Manchmal auch schwäbische Maultaschen mit Kartoffelsalat.

Wie alt warst du damals in etwa?

Meine Eltern haben das Haus gekauft, da war ich etwa sechs Jahre alt.

Versuchst du, diese Erinnerungen auch mit deinen Kindern zu teilen?

Oh ja! ich koche wirklich sehr häufig die schwäbische Linsensuppe! Überhaupt bin ich ein großer Fan von Linsen und liebe auch die rote Linsensuppe mit Kokosmilch. Das Rezept habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht, die schwäbische Linsensuppe seltsamerweise noch nicht :) Ist bei dir also nun eine Premiere!

Schmeckt nach Kindheit – wie lautet dein Rezept für eine wunderschöne Kindheitserinnerung?

Gutes, deftiges Essen wie eine Linsensuppe und ein Tisch voller hungriger Mäuler ;)

Linsensuppe schwäbisch einfaches Rezept

Zutaten:

  • 200 g Champagnerlinsen (Tellerlinsen gehen notfalls auch, aber Champagnerlinsen sind hier die erste Wahl!)
  • 3 Möhren
  • 100 g Bauchspeck
  • 150 g Kartoffeln
  • 100 g Knollensellerie
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Frische Petersilie
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Butter zum Anschwitzen
  • Salz, Pfeffer

So bereite ich die schwäbische Linsensuppe:

  1. Die Linsen gut abspülen und ggfls. kurz einweichen. Dann abtropfen lassen.
  2. Jetzt das Gemüse sehr sehr klein schneiden: Möhren, Kartoffeln und Knollensellerie.
  3. Nun Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel darin glasig dünsten.
  4. Jetzt die Linsen hinzugeben, außerdem etwa 500 ml der Gemüsebrühe.
  5. Zehn Minuten köcheln lassen, dann das Gemüse zu den Linsen in den Topf geben.
  6. Weitere 20 Minuten köcheln lassen und nach Bedarf nach und nach die restliche Gemüsebrühe druntergeben.
  7. Die Schwaben schmecken ihre Linsensuppe mit Essig ab (Weißweinessig), Ich mag es jedoch lieber, etwas mit Salz und Pfeffer zu verfeinern.
  8. Suppe probieren, wenn alle gar und lecker ist, mit viel Petersilie anrichten.

Dazu schmeckt hervorragend: Spätzle!

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Für noch mehr Kindheitserinnerungen: hier findet ihr alle Beiträge zur Serie Schmeckt nach Kindheit. Viel Spaß beim Lesen, Erinnern und Nachkochen!