Fahrrad fahren statt Auto, bewusster konsumieren, aufs Fliegen verzichten, eigenes Obst und Gemüse anbauen, Müll vermeiden, klimaneutral leben, tierleidfrei, regional und plastikfrei einkaufen… Wer beginnt, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander zu setzen, merkt schnell, dass es viel zu tun gibt. Sehr viel, wenn man es genau nimmt.

Wir stellen erschrocken fest, dass riesige Veränderungen bevorstehen, wenn wir unseren Alltag umweltfreundlicher gestalten wollen. Veränderungen, die ein Umdenken verlangen, die Arbeit machen, die unbequem sind – ein scheinbar unüberwindbarer Berg an Dingen, eines dringender als das andere.

Wir fragen uns laut „wo soll ich bloß anfangen?“ und stellen uns vor, wie wir ab morgen das Auto abschaffen, vegan leben, unser eigenes Waschmittel herstellen und einen Baum pflanzen. Wir erkennen, dass sich unser Vorhaben realistisch gesehen weder mit unserem Alltag noch mit unseren Ansprüchen vereinbaren lässt – und resignieren, ohne überhaupt einen einzigen Schritt gemacht zu haben.

Dabei ist es so einfach, nachhaltiger zu leben!
Denn es muss nicht die unrealistische, vollständige Lebensumstellung von jetzt auf gleich sein. Ganz im Gegenteil: Es sind die kleinen Dinge, die viel ausmachen. Insbesondere als Familie gibt es unendlich viele Anhaltspunkte, bei denen man ansetzen kann, um eine bunte, nachhaltige Zukunft schon heute mitzugestalten.

Für eine bunte Zukunft – 4 Tipps für ein nachhaltiges Familienleben

Ein nachhaltiger Familienalltag bedeutet für uns, uns selbst und unsere Kinder für Umweltfragen zu sensibilisieren und ihnen ein bewusstes, überlegtes Handeln vorzuleben. Angefangen mit einer gesunden Ernährung über die regelmäßige Umsetzung kreativer Upcycling-Ideen bis hin zum ressourcenschonenden Konsum – wir geben ihnen die Zeit und die Möglichkeiten die sie brauchen, um mit dem Thema vertraut zu werden und sich ihre eigenen Ideen und Gedanken dazu zu machen. Wir nutzen ihre kindliche Neugierde und führen sie spielerisch an Nachhaltigkeit heran. Dabei denken wir, mit gutem Beispiel voranzugehen – doch in Wahrheit sind es die Kleinen, die uns zeigen, wie Nachhaltigkeit am besten gelebt wird: ganz und gar selbstverständlich.

Die Welt entdecken

Mag sich banal anhören, ist aber ein wichtiger Tipp, den ich gleich zu Anfang teilen möchte: Fang mit dem an, was für dich am einfachsten ist! Unser allererster Schritt in Sachen Nachhaltigkeit war es, die Welt mit unseren Kindern gemeinsam zu entdecken. Wir sind viel draußen und ermutigen unsere Kinder dazu, mehr als nur zu klettern und zu toben. Blätter im Wald sammeln, Muscheln am Strand suchen, Regentropfen zu Hause auffangen. Verstehen, wie Dinge entstehen, was sie für eine Aufgabe erfüllen und wie wichtig sie für uns sind. Zu sehen, wie sie dabei die Neugierde packt und sie ihre Kreativität voll ausleben, empfinden wir als großes Geschenk. Durch diese vermeintlichen Kleinigkeiten entwickeln die Kinder ein ganz besonderes Verhältnis zur Natur – nämlich das Verständnis und Gespür dafür, wie wichtig es ist, sie zu schützen.

Bewusste, gesunde Ernährung

Eins vorab: Wir ernähren uns weder vegan noch vegetarisch. Das wäre zwar löblich, aber realistisch gesehen einfach nichts, was (momentan) den Platz in unserem Alltag hätte. Doch glücklicherweise gibt es auch in Sachen Ernährung unzählige Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben.
Vor den Kindern haben wir das gegessen, worauf wir Lust hatten – ohne uns darüber Gedanken zu machen, wo es herkommt oder unter welchen Bedingungen es entstanden ist. Wenn ich ehrlich sein soll, ist die Küche der Ort gewesen, bei dem uns der erste Schritt am schwersten gefallen ist: Der Verzicht auf Fleisch, die Suche nach ökologisch erzeugten, fair gehandelten Lebensmitteln, das Recherchieren nach regionalen und saisonalen Produkten, das Vermeiden von industrialisierten Erzeugnissen, das Achten auf umweltverträgliche Verpackungen… Wir fühlten uns dieser Aufgabe nicht gewachsen und haben lange gezögert, bis wir erkennen konnten, dass auch hier jeder Schritt zählt:

  • Unser wöchentlicher Menüplan hilft uns dabei, gezielt einzukaufen und Reste zu vermeiden. Das Essen im Voraus zu planen spart Zeit, Geld und Nerven! Wir können unseren Alltag damit viel besser strukturieren (z.B. suchen wir schnelle Rezepte für hektische Tage aus oder kochen aufwendige Gerichte in größerer Menge zum Einfrieren vor) und trotzdem flexibel auf spontane Ereignisse reagieren. Zudem haben wir es im Blick, wie ausgewogen die Woche verlaufen wird.
  • Immer wenn es sich einrichten lässt, kochen wir gemeinsam. Die Kinder lieben es, Verantwortung übertragen zu bekommen: Ich habe noch nie engagiertere Schäler erlebt 😉 Ganz nebenbei vermeiden wir teure, künstlich schmeckende Fertiggerichte.
  • unsere Devise lautet weniger tierische Produkte statt gar keine: Tatsächlich haben wir unseren Fleischkonsum mächtig reduziert, seitdem tolle vegetarische Kochbücher im Regal stehen. Und wenn es Fleisch sein soll, dann achten wir auf Qualität und Herkunft.
  • Apropos Tiere: ihnen Achtung und Respekt entgegen zu bringen empfinde ich als selbstverständlich. Wer Bauernhöfe besucht, kann dabei viel mehr lernen, als nur dass die Milch nicht aus dem Supermarkt kommt.
  • Egal ob Kita oder Wochenendausflug: Die Brotdose ist immer dabei und sorgt dafür, dass wir viel weniger abgepackte Produkte spontan kaufen (müssen).

Nachhaltigkeit im Kinderkleiderschrank

Bei unserer eigenen Kleidung achten wir schon längst darauf, nachhaltig zu konsumieren. Wir machen kaum einen Modetrend mit, tragen manche Teile über Jahre hinweg und besitzen hauptsächlich Kleidungsstücke, die sich untereinander wunderbar kombinieren lassen. Doch wie sieht es im Kleiderschrank der Kinder aus?

Anderer Kleiderschrank, andere Herausforderungen: Die Anziehsachen werden nur kurz getragen. Entweder, weil die Kinder unheimlich schnell wachsen oder weil sie einen unglaublichen Verschleiss haben, wenn sie schon etwas größer sind. Um unseren Anspruch an Nachhaltigkeit mit dem bescheidenen Wunsch, nicht unser ganzes Geld für ökologisch hergestellte Kinderkleidung auszugeben zu vereinbaren, bleibt nur eines: Wenn wir schon neue Kleidung kaufen, dann achten wir stark auf ihre Langlebigkeit. Genderneutrale Farben (wie die der Regenbogenhose im Bild unten) tragen auch etwas dazu bei: Dadurch können die Produkte im Freundes- und Familienkreis weitergegeben werden.

Der wichtigste Punkt dabei ist die Qualität. Wenn sich die Kleidung nach dem ersten Waschen verzieht, die Farben verblassen oder die Fäden sich lösen, hat man sehr wahrscheinlich ein weiteres Teil, welches nur ganz hinten im Schrank liegt und nicht angezogen wird. Besser, man gibt sein Geld für wenige hochwertige Teile aus, als die Herstellung von Kleidungsstücken zu unterstützen, die für die Tonne produziert werden.

Ebenso wichtig ist für uns die Zeitlosigkeit der Styles. Je zeitloser ein Kleidungsstück gestaltet ist, desto länger kann es getragen werden. Wir merken es immer wieder daran, dass manche Textilien innerhalb unserer Familie schon die fünfte Runde drehen – und man es ihnen kein Stück anmerkt. Ganz im Gegenteil: Wir erinnern uns gerne an die schönen Momente, die wir mit manchen Teilen verbinden.

Immer wenn es geht, kaufen wir antizyklisch ein: Wintersachen im Sommer, Sommersachen im Winter. Dabei können wir regelmäßig schöne Schnäppchen machen. Doch leider passiert es manchmal auch, dass die gekaufte Kleidung nicht perfekt passt oder zu spät vom Dachboden geholt wird. Und schon ist das gesparte Geld wieder dahin…

Umso mehr freue ich mich darüber, dass Tchibo farbenfrohe Kinderkleidung bietet, die nicht nur den Kleinen Spaß macht! Die neue Kollektion „Mach die Welt besser und bunter“ bietet wie gewohnt hochwertige, bezahlbare Kleidung, die dazu noch nachhaltig ist: Dieser Softshellanzug z.B. wurde umweltschonend mit ecorepel® imprägniert und hält Feuchtigkeit zuverlässig draußen.
Bewusst gewählte Materialien und eine verantwortungsvolle Herstellung stehen dabei im Vordergrund:

  • Ein Großteil des Tchibo Kids Sortimentes ist nachhaltig zertifiziert: GOTS ist dabei der anerkannteste Standard, der auf hohem Niveau umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette definiert und gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien fordert.
  • Viele Produkte tragen zudem den Grünen Knopf, Tchibo nutzt dieses Siegel für alle GOTS-zertifizierten Produkte, deren Anbau und Verarbeitung der Bio-Baumwolle den strengen sozialen und ökologischen Kriterien in der gesamten Lieferkette entsprechen.

Zudem wird ein Großteil der neuen Kollektion bei Tchibo Share verfügbar sein. Das Besondere daran? Hier kann man die Kleidung mieten, tragen und wieder zurückschicken. Ich finde es eine ausgezeichnete Idee für alle, die keine Möglichkeit, keine Lust oder keinen Platz haben, die nicht mehr passende Kinderkleidung Ewigkeiten aufzubewahren.

DIY und Upcycling – bereit für die zweite Runde

Das eigene kleine Beet, selbsthergestellte Pflegeprodukte, eine Tasche aus einer alten Hose nähen… Machen kann man viel, doch es muss nicht gleich das große Projekt sein, um bei Kindern das Bewusstsein für die Wiederverwendbarkeit von Dingen zu schärfen. Glücklicherweise konnte ich meine Leidenschaft fürs Basteln weitergeben und die Kleinen lieben es, kreativ zu werden und alten Dingen ein neues Leben einzuhauchen. Hier werden alte Kartons zu Deko für den Kindergeburtstag, aussortierte Bausteinen zu Möbelgriffen und leere Marmeladengläser zu bunt bemalten Stiftehaltern.

Unser neuestes Projekt: eine Regenbogenwand. So bunt, wie unser Familienleben es nur sein kann; eine Wand, die für unsere Lebensfreude und unsere eigene Geschichte steht. Regenbögen aus Salzteig, aus Karton, aus Papier, aus Wolle; geklebt, gemalt, gebastelt… Hinter jedem Regenbogen steckt eine ganz besondere Erinnerung, ein ganz besonderer Moment. Jeder von ihnen bestätigt uns darin, wie wichtig es ist, den Fokus auf eine achtsame Familienzeit zu legen. Um unvergessliche Erlebnisse zu feiern und ganz nebenbei umweltbewusster und nachhaltiger zu leben. Denn jeder Schritt zählt, sei er auch noch so klein ❤️